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30.03.2025 Ausbildung
Atemschutz – jetzt wird es heiß!
Die Atemschutzträgerinnen und Atemschutzträger stellen in einer Feuerwehr die Elite dar – sind sie doch diejenigen, die in brennende Gebäude „laufen“, dabei Meschen- und Tierrettungen durchführen sowie den Brand bekämpfen, aber zugleich auch als Auge für den Einsatzleiter agieren. Um diesen Status gerecht zu bleiben, bedarf es einer entsprechenden Aus- und Weiterbildung. Übungen mit verrauchten Räumen sind hierfür keine Seltenheit, aber eine sogenannte „Heißübung“ mit einem kontrollierten Brand in einem Gebäude, welche vor allem für neu ausgebildete Atemschutzträgerinnen und Atemschutzträger eine wesentliche Erfahrung darstellt, lässt sich oftmals mangelnder Übungsobjekte nur schwer umsetzen.
Daher hat sich das Bezirksfeuerwehrkommando Schärding unter der Leitung des Bezirks-Fachbeauftragten Atemschutz HBI d.F. Thomas Strasser entschieden, alle zwei Jahre eine mobile Brandsimulationsanlage – besser bekannt als „Brandcontainer“ – für alle Atemschutztrupps im Bezirk Schärding zu organisieren. Bei dieser mobilen Brandsimulationsanlage handelt es sich um einen Sattelaufleger, bei dem verschiedene Brandszenarien, darunter auch die Rauchdurchzündung oder besser bekannt als „Flash-Over“, sehr realitätsnahe simuliert werden können.
Nachdem Jahr 2023 war es heuer am Freitag, den 28. März sowie am Samstag, den 29. März wieder so weit und die mobile Brandsimulationsanlage der Fa. Blaul und Seifert GmbH machte beim Feuerwehrhaus Münzkirchen halt. 65 Atemschutztrupps haben sich für die beiden Tage angemeldet, darunter auch ein Trupp unserer Wehr.
Erfahrene Kameraden vom Ausbilder-Team für Atemschutz des Bezirk Schärding übernahmen die Rolle des „Begleiters“ – darunter auch unser Kamerad OBI d.F. Christoph Beham. Nach einem kurzen Gesundheitscheck durch das Rote Kreuz wurde den Atemschutztrupp das Übungsszenario bestehenden aus einem Kellerbrand, einem Brand einer Gasleitung sowie einem Wohnzimmerbrand mit vermisster Person von den „Begleitern“ erklärt, ehe sich die Trupps dann vollständig ausrüsteten.
In dem sogenannten „Kommandostand“ konnten die „Begleiter“ die Vorgehensweisen der einzelnen Trupps genau beobachten bzw. Hinweise auf potentielle Gefahren, wie einem durch einen neu angefachten Brand versperrten Rückweg, geben. Nachdem alle Brände erfolgreich gelöscht worden sind, wurde bei einer Nachbesprechung von jedem einzelnen Atemschutztrupp das Erlebte nochmals Revue passieren gelassen – mögliche Verbesserungsvorschläge bei der Vorgehensweise durch den „Begleiter“ inbegriffen. Wie bei zahlreich anderen Atemschutztrupps fiel das Resümee bei unserem dennoch jungen Trupp auch sehr gut aus, womit sich der hohe Ausbildungsstandard in unserer Wehr bestätigt und die Engertsberger Florianis für Einsätze gut gerüstet sind.

 

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